Warum Windkraft? Vorteile von Hybridanlagen
Kleinwindkraftanlagen – Energie bekommt Flügel
Windangetriebene Selbstversorgung
Kleinwindkraftanlagen erzeugen Energie um einzelne Häuser und Geräte zu versorgen. Mit dem wachsenden Bewusstsein für Strom- und Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien, erfreuen sich Windkraftanlagen immer größerer Beliebtheit. Ob Privat, in der Landwirtschaft oder im gewerblichen Bereich, durch die geringe Größe und den einfachen Aufbau ist die Energiegewinnung durch Windkraft zukunftsweisend.
Wie funktioniert eine Windkraftanlage?
Kleinwindkraftanlagen mit Getriebe
Der Wind setzt den Rotor der Windkraftanlage in Bewegung. Durch die Drehung der Flügel entsteht mechanische Energie, die auf einen Generator übertragen wird. Dieser Generator wandelt die mechanische Energie in elektrische Energie um. Je nach Generatorbauart ist zwischen Rotor und Generator ein Getriebe geschaltet. Durch die Veränderung der Windgeschwindigkeit, ändert sich die Drehzahl der Windkraftanlage und die Stromfrequenz am Generator. Dieser Strom wäre so nicht nutzbar. Doch durch einen nachgeschalteten Frequenzumrichter wird der ungleichmäßige Wechselstrom, erst in Gleichstrom und dann in netzverträglichen Wechselstrom umgewandelt. Der Vorteil ist, dass bei langsameren Drehzahlen durch Übersetzung und Getriebe eine hohe Spannung ermöglicht wird. Nachteilhaft ist der hohe Wartungsaufwand und somit ein kostenintensiverer Unterhalt der Windanlage.Kleinwindkraftanlagen ohne Getriebe
Auch hier setzt der Wind den Rotor der Windkraftanlage in Bewegung. Die Energie wird direkt als Bewegungsenergie mittels Magneten in Strom umgewandelt und abgeführt. Diese Generatoren gibt es als Innen- und Außenläufer, je nach Anordnung der Magnete. Einfach aufgebaut und ohne großen Wartungsaufwand, ist diese Form der Windkraftanlage im Vorteil. Hinzu kommen eine hohe Drehzahl und hohe Effizienz, trotz kleiner Bauform.Leistung einer Windkraftanlage
Überlegungen zur Anschaffung einer Kleinwindkraftanlage
- Statisches Gutachten
- Lärm/Geräuschpegel
- Vereisung/Eisabwurf
- Schattenwurf/Lichtreflexe
- Nähe der Nachbarn
- Landschaftsgestaltung
Warum Windenergie nutzen?
Vorteile einer Kleinwindkraftanlage:
- Wind ist kostenlos!
- Kleinwindkraftanlagen tragen zum Ausbau erneuerbarer Energien bei
- CO²-freier Strom
- Teilweise Unabhängigkeit von Stromanbietern
Herausforderungen beim Betrieb einer Kleinwindkraftanlage:
- der Energieerlös ist standortabhängig
- Kleinwindkraftanlagen können nicht überall genutzt bzw. aufgestellt werden
- es keine einheitlichen Regelungen für die Genehmigung einer Kleinwindkraftanlage
Horizontale Kleinwindkraftanlage
Luvläufer
Luvläufer sind so ausgelegt, dass der Rotor in Windrichtung vor dem Mast ist. Dadurch ist es nicht immer auszuschließen, dass die Rotorblätter gegen den Mast der Windkraftanlage gedrückt werden. Außerdem muss der Luvläufer mittels einer Windfahne dem Wind nachgeführt werden, da er sich nicht von selbst in Windrichtung stellt. Der Wind trifft frontal auf die Windkraftanlage, wodurch der Mast nicht im Weg steht. Dieser muss jedoch sehr starr sein und viel Abstand zum Rotor haben.Leeläufer
Leeläufer sind gegenüber Luvläufern so konstruiert, dass sich der Rotor in Windrichtung hinter dem Mast der Windkraftanlage befindet. So können die Rotorblätter bei starkem Wind nicht gegen den Mast gedrücket werden. Der Leeläufer stellt sich selbstständig in Windrichtung. Ein Nachteil des Leeläufers ist der vom Mast verursachte Windschatten, durch ihn entstehen Leistungseinbuße und periodische Schwankungen des Antriebsmoments. Da der Wind von hinten auf die Windkraftanlage trifft, braucht der Rotor nicht viel Abstand zum Mast.Vertikale Kleinwindkraftanlagen
Savonius-Rotor
Der Savonius-Rotor ist ein sogenannter Widerstandsläufer, da die Rotorfläche dem Wind einen Widerstand bietet und weggedrückt wird. Er bewegt sich langsam, das heißt maximal so schnell wie die vorherrschende Windgeschwindigkeit. Diese Form der Kleinwindkraftanlage hat also den niedrigsten Wirkungsgrad und somit niedrige Stromerträge. Dafür läuft der Savonius-Rotor schon bei geringem Wind an.Darrieus-Rotor
Der Darrieus-Rotor ist ein sogenannter Auftriebsläufer, bei dem die Angriffsfläche des Rotors nicht komplett senkrecht zum Wind steht. Bei diesem Rotor erzeugt der Wind einen Auftrieb wie es bei den Tragflügeln eines Flugzeugs der Fall ist. Als Schnellläufer ist er schneller als die vorherrschende Windgeschwindigkeit und sehr gut für hohe Windgeschwindigkeiten geeignet
Zu guter Letzt
Windenergie ist ebenso wie Sonnenenergie abhängig von den Jahreszeiten. Die höchste Energieausbeute haben Kleinwindkraftanlagen im Winterhalbjahr, für Sonnenenergie bringen die Sommermonate die höchsten Erträge.
Eine Kombination von Kleinwindkraftanlage und Solaranlage bietet daher die beste Wahl für die Selbstversorgung mit CO²-freier Energie.
Vorteile erneuerbarer Energie in Form von Kleinwindkraftanlagen und Photovoltaik im autarken Inselsystem
1. Nachhaltigkeit und Umweltschutz
Ein klarer Vorteil von Kleinwindkraftanlagen und Photovoltaikanlagen liegt in der Nutzung erneuerbarer Energien. Diese Technologien produzieren Strom aus natürlichen, unerschöpflichen Quellen: Wind und Sonne. Im Vergleich zu fossilen Brennstoffen, die Treibhausgase emittieren und die Umwelt belasten, sind sie nahezu CO₂-neutral. Dies trägt erheblich zur Reduzierung der globalen Erwärmung und zur Verringerung der Luftverschmutzung bei. In einem autarken Inselsystem entfallen Emissionen, die mit der Stromproduktion durch fossile Brennstoffe verbunden sind, vollständig, wodurch es einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz leistet.
2. Unabhängigkeit von externen Energiequellen
Ein autarkes Inselsystem ermöglicht es, die gesamte benötigte Energie selbst zu erzeugen, ohne auf das öffentliche Stromnetz angewiesen zu sein. Diese Unabhängigkeit von großen Energieversorgern bietet sowohl in ländlichen als auch in städtischen Gebieten eine erhebliche Resilienz gegenüber Stromausfällen oder Energiepreisschwankungen. Insbesondere in abgelegenen Regionen, in denen der Ausbau der Infrastruktur für die Stromversorgung teuer oder technisch schwierig ist, stellt ein solches System eine zuverlässige und praktische Lösung dar.
Kleinwindkraftanlagen können in Gebieten mit regelmäßigem Windaufkommen eine konstante Stromquelle bieten, während Photovoltaikanlagen in sonnigen Regionen besonders effektiv sind. In Kombination bieten beide Technologien eine hohe Versorgungssicherheit, da sie sich in ihrer Produktion ergänzen. Während die Sonne tagsüber intensiv scheint, kann der Wind auch nachts oder bei bewölktem Himmel Energie liefern, wodurch die Abhängigkeit von einem einzelnen Energiequellenfaktor verringert wird.
3. Kostenersparnis und Wirtschaftlichkeit
Obwohl die anfänglichen Investitionskosten für die Installation von Kleinwindkraftanlagen und Photovoltaikanlagen relativ hoch sind, amortisieren sich diese Ausgaben in der Regel innerhalb weniger Jahre. Dies gilt insbesondere dann, wenn der erzeugte Strom für den Eigenbedarf genutzt wird, anstatt Strom vom Netz zu beziehen, dessen Preise durch politische und wirtschaftliche Entwicklungen schwanken können.
Langfristig sind die Betriebskosten eines solchen Systems gering, da die Hauptkomponenten – Windturbinen und Solarmodule – relativ wartungsarm sind und keine Brennstoffe benötigt werden. Darüber hinaus gibt es in vielen Ländern staatliche Förderprogramme und steuerliche Anreize, die die Anschaffung von Kleinwindkraftanlagen und Photovoltaikanlagen attraktiver machen und die Amortisationszeit verkürzen.
4. Flexibilität und Skalierbarkeit
Ein autarkes Inselsystem aus Kleinwindkraftanlagen und Photovoltaik bietet eine hohe Flexibilität. Die Systemgröße kann an den jeweiligen Bedarf angepasst werden, sodass es sowohl für kleine Haushalte als auch für größere Anwendungen wie landwirtschaftliche Betriebe oder kleine Industriebetriebe geeignet ist. Mit der Zeit können weitere Windräder oder Solarmodule hinzugefügt werden, um die Kapazität zu erhöhen, falls der Energiebedarf steigt.
Darüber hinaus ist ein solches System besonders geeignet für die Nutzung in abgelegenen Gebieten, in denen eine Anbindung an das zentrale Stromnetz entweder wirtschaftlich oder technisch nicht möglich ist. Hier können Photovoltaik und Windkraft als alleinige Energiequelle dienen, ohne dass die Notwendigkeit für teure Netzanschlüsse besteht.
5. Energiespeicherung und Netzstabilität
Ein weiterer wichtiger Vorteil eines autarken Inselsystems ist die Möglichkeit der Speicherung überschüssiger Energie. Solar- und Windenergie sind nicht immer kontinuierlich verfügbar, was bedeutet, dass Stromspeicher (wie Batterien) eine wesentliche Rolle spielen, um bei Bedarf auf gespeicherte Energie zurückzugreifen. Mit modernen Speichertechnologien kann die erzeugte Energie so gespeichert werden, dass sie auch in Zeiten geringer Energieproduktion zur Verfügung steht.
Dies ermöglicht es, das System zu stabilisieren und einen kontinuierlichen Energiefluss zu gewährleisten. In Kombination mit einem intelligenten Energiemanagementsystem kann die Nutzung des gespeicherten Stroms optimiert und eine Überlastung des Systems vermieden werden.
6. Förderung lokaler Wertschöpfung und Arbeitsplätze
Der Einsatz von Kleinwindkraftanlagen und Photovoltaik fördert auch die lokale Wirtschaft. Durch die Installation und Wartung solcher Systeme werden Arbeitsplätze geschaffen, insbesondere in ländlichen oder
strukturschwachen Regionen. Zudem kann der Kauf von Komponenten und die Inanspruchnahme lokaler Handwerksbetriebe zur Wertschöpfung beitragen und die regionale Wirtschaft stärken.
7. Resilienz gegenüber Energiekrisen
Das autarke Inselsystem ist eine wichtige Maßnahme zur Steigerung der Energiesicherheit. In Zeiten globaler Energiekrisen oder bei Naturkatastrophen, die die Energieinfrastruktur beeinträchtigen könnten,bleibt ein autarkes System funktionsfähig. Dies ist besonders wichtig für abgelegene Gemeinden oder Inseln, die andernfalls ohne Stromversorgung dastehen könnten. Das System sorgt für eine größere Unabhängigkeit und verringert die Verwundbarkeit gegenüber externen Energieversorgungsengpässen.
Fazit
Ein autarkes Inselsystem, das Kleinwindkraftanlagen und Photovoltaik kombiniert, bietet eine zukunftsfähige Lösung für die Energieversorgung. Es ermöglicht nicht nur die Reduzierung der Abhängigkeit von externen Energiequellen, sondern trägt auch zur Förderung der Nachhaltigkeit und zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen bei. Die Vorteile reichen von ökologischen Aspekten wie Umweltschutz und Klimafreundlichkeit bis hin zu ökonomischen Vorteilen wie Kostensenkungen und Wertschöpfung durch lokale Arbeitsplätze. Darüber hinaus stärkt es die Energiesicherheit und Resilienz, was besonders in Krisenzeiten von entscheidender Bedeutung ist. Ein solches System stellt eine Schlüsseltechnologie für eine
nachhaltige und unabhängige Energiezukunft dar.